Turnfahrt Senioren 2023

Freitag, 2. Juni: Turnfahrt 2023 der Seniorenriege ins Emmental
Im Fernsehen hat Buchelis Meteo Team «Schönes warmes Wetter mit Bise» angesagt.
Ideale Bedingungen also für den jährlichen Ausflug des Seniorenteams des TV Cham.
Unter der Obhut des OK Toni Röösli und Giuseppe Schwager stiegen wir 25 Motivierten um 07:43 in den Zug Richtung Luzern. Da gab es schon die erste kleine Aufregung, weil wir nicht im geplanten Perron eingefahren sind und dadurch nicht der geplante hintere Durchgang zum Zugsumstieg genutzt werden konnte. So begann der erste Teil der Wanderung bereits schon in Luzern SBB mit zügigen Schritten. Wir ergatterten uns die letzten Plätze im BLS Zug mit Ziel Huttwil. Eine Dame die zwischen den Beinen, am Boden einen Hund mit Maulkorb festhielt, empfahl uns die leeren Sitze nicht zu belegen, da das Tier «etwas nervös» sei. Dies bekam dann auch unsere Turnleiterin Ruth Dössegger zu spüren, die sich kurz auf die Armlehne setzte um uns etwas zu erklären. Doch das sehr unsympathische, aggressive Knurren, ähnlich einer Attacke eines brünstigen Bären, liess uns fast das Blut in den Adern stocken.
Im Postauto BLS ging’s dann friedlicher weiter nach Sumiswald zum versprochenen Kafi mit Gipfeli.
Dann ging’s los auf den ersten Streckenteil der 2 ½ stündigen der Wanderung.
Vorbei am wunderschönen Pferdegestüt, an kurzen Anstiegen mit Aussicht, durch den schönen Frühjahrswald an geschnitzten Wurzelmännchen und anderen attraktiven Holzkunstwerken.
Langsam wurde es wärmer und die versprochene Bise war mehr als willkommen um unsere inzwischen aufgeheizten Körper zu kühlen. Die Regenjacke im Gepäck brauchte man jedenfalls nicht.
Die Alterspanne der am Ausflug teilnehmenden Senioren war im Bereich von 59 bis 86 Jahren.
Aber es waren nicht unbedingt immer nur die Jungen die vorneweg ziehen wollten, aber immer wieder wurde die ausgezogene «Handorgel» wieder mittels Marschhalt zusammen gezogen.

Kurze Verschnaufpause am Schatten bevor es weiter Richtung Tannenbad geht.
Manch einer konnte seine Lebensgeschichte mit einem anderen teilen oder wertvolle Ratschläge oder Empfehlungen auch im gesundheitlichen Bereich entgegennehmen.
So gesehen ist diese Ertüchtigung auch immer wieder die Gelegenheit die geschätzten Turnkollegen von einer anderen Seite und noch besser kennen zu lernen.
Nun war es aber Zeit das Mittagsziel, das «Restaurant zum Tannenbad» zu erreichen. Noch eine kleine Herausforderung, der rustikale Treppenabgang im Wald, dann war es geschafft!
Dann das bange Warten am Tisch, bis man endlich die Bestellung für das erste Bier abgeben konnte.

Dank «Smart Device» » oder «Smart Partner» wird das lange Warten sinnvoll genutzt.
Danach natürlich die Hoffnung man möge doch bitte bei der ersten Lieferung auch dabei sein. Und dann das Warten, bis alle am Tisch ein Getränk hatten und dann, ja dann endlich der lang ersehnte erste Schluck des kühlen Nass.
Bald wurde aber auch ein schöner Salat, und danach ein Teller mit Schnitzelchen an Rahmsauce mit Nudeln gereicht. Auf den ersten Blick eine etwas knappe Portion, aber bald danach gab es noch die feinen Pommes Frites und dann noch ein Supplement Fleisch und nochmals Fritten……Die Bäuche waren am Ende gut gefüllt!
Aber im Emmental gibt es natürlich zum Dessert noch eine «brännti Crème». (nicht zu verwechseln mit der Crema Catalana). Nun waren alle kulinarischen Wünsche erfüllt.
So fehlte eigentlich nur noch das obligatorische Gruppenbild, was leider nicht vor der fast weltberühmten Frontseite des «Tannenbades» gemacht werden konnte, weil die Sonnenschirme die Sicht verdeckten.
Nun, nochmals die Treppen hoch und dann über Wald und Wiesen zur Bushaltestelle BLS in Häusermoos. Der Bahnhof der bestehenden Eisenbahnstrecke war ja offensichtlich stillgelegt worden. Nach Huttwil der Zug nach Luzern. Diesmal auf dem richtigen Geleise, für den direkten Umstieg, und auch ohne scharfe Hunde.
Im Zug kam dann nach einem kurzfristig gefühlten Temperaturanstieg auf 40°C von gewissen Leuten ohne ÖV Erfahrung Kritik auf, ob das Zugfahren wirklich angenehm sei. So gab es einen interessanten Gedankenaustausch über «plug-in» Autos, Elektroautos, oder halt doch das Fahren mit GA, so ganz spontan in der ganzen Schweiz, über Berge und Seen.
Na ja, jeder hat so seine Argumente und jeder hat wahrschlich für seine Lebenssituation die richtige Lösung. Nun, die Klimaanlage im Zug hat dann doch noch irgendwann wieder funktioniert und alle kamen glücklich in Cham an.
Ein grosser Dank an die beiden Organisatoren und an den Vorstand für die grosszügige Subventionierung der Reise und der wunderbaren Verpflegung.
Franz Rehmann
